"Boys don´t cry!?": Kritisch-reflexive Jungenarbeit in der Praxis

Datum von 05.10.2018 Datum bis bis 07.10.2018
Veranstaltungsort
Salvador-Allende-Haus in Oer-Erkenschwick

Es ist 2018 und (immer noch) Patriarchat. Was in einer vermeintlich „aufgeklärten Gesellschaft“ absurd klingen mag, ist Realität. Die Diskussion um Männlichkeit hat sich derweil auseinanderentwickelt. Einige sind gar der Ansicht, dass „heutzutage eher Männer das schwache Geschlecht“ seien oder „dass Männer ja auch nur Produkt dieser Gesellschaft sind und sich nicht gegen ihre erlernten Verhaltensweisen und Denkmuster wehren können“ . . . Ich bitte Euch!
Der Ansatz der Kritischen Männlichkeit geht zunächst einmal davon aus, dass mehrere Männlichkeits-Typen quasi nebeneinander existieren und es auch ein Dominanzverhältnis unter Männern gibt. Mit der kritischen Jungen*arbeit bekommt Kritische Männlichkeit ein Konzept, das uns als pädagogisch Tätige die Möglichkeit eröffnet, uns eben doch gegen diese Verhältnisse wehren zu können. Wie? Dem wollen wir uns in diesem Seminar nähern!

Im Rahmen dieses Wochenendes möchten wir uns mit dem Ansatz der kritisch-reflexiven Jungen*arbeit auseinandersetzen und klären, an welchen Stellen er sich von der Arbeit mit Jungen* unterscheidet. Gemeinsam versuchen wir, Perspektiven für die Praxis zu entwickeln und die Frage zu klären, inwiefern wir kritische Jungen*arbeit als pädagogische Haltung etablieren können. Dabei wollen wir auch die Frage diskutieren, inwiefern Koedukation und kritisch-reflexive Jungen*arbeit miteinander vereinbar sind.

Wichtiger Hinweis: Das Seminar stellt aus unserer Sicht keinen Widerspruch zu feministischer Mädchen- und Frauenarbeit dar, sondern ist vielmehr eine notwendige Ergänzung zur antisexistischen Bildungs- und Erziehungsarbeit in der Pädagogik. Entsprechend des Ansatzes der kritischen Männlichkeit richtet sich das Seminar an männlich-sozialisierte Personen.

Termin: 05.10.-07.10.2018

Zielgruppe: Helfer* und Funktionäre*

Kosten: 25 €

Ansprechperson: Pascal Schultheis