Falken NRW fordern ein kämpferisches Semester für gute Bildung für alle

Mit dem neuen Hochschulgesetz drohen konkrete soziale Verschlechterungen für Studierende in NRW. Die Falken sprechen sich gegen Anwesenheitspflichten und militärische Forschung aus.

„Wir haben gemeinsam mit vielen Studierenden gegen das neue Hochschulgesetz protestiert, weil es die Einführung von Anwesenheitspflichten und militärischer Forschung ermöglicht. Nachdem das Gesetz trotzdem beschlossen wurde, stehen jetzt die Auseinandersetzungen an den einzelnen Hochschulen an", erklärt Sebastian Kumara Feist, Landesvorsitzender der SJD - Die Falken. „Wir wünschen deshalb allen Studierenden einen kämpferischen Start ins Wintersemester 2019/20!"

An mehreren Hochschulen haben sich Initativen für Zivilklausen gegründet. Sie setzen sich dafür ein, dass sich die Forschung und Lehre zu Nachhaltigkeit, Frieden und Demokratie verpflichten. Hierzu erläutert Sina Bode, stellvertretende Landesvorsitzende: „Die Wissenschaft soll einen Beitrag dazu leisten, Armut, Hunger, Ausbeutung und Krieg weltweit zu beenden. Gute Bündnispartner*innen sind dabei soziale Bewegungen, die für ökologische und soziale Verbesserungen streiten - nicht Rüstungskonzerne oder die Pharmaindustrie, die am Elend der Menschen verdienen. Deshalb sprechen wir uns ganz klar für stabile Zivilklauseln aus."

Die Falken setzen sich außerdem dafür ein, dass junge Menschen selbstbestimmt miteinander lernen und sich gemeinsam für ihre Interessen engagieren.

"Konkurrenz um gute Noten, Punkte und Abschlüsse sind das Gegenteil von freier Bildung und kritischer Auseinandersetzung mit der Gesellschaft. Mit dem neuen Hochschulgesetz wird neben neuen Anwesenheitspflichten auch die Schwächung der Mitbestimmung der Studierenden möglich. Wir Falken rufen alle dazu auf, von ihren Mitbestimmungsrechten Gebrauch zu machen und für deren Ausweitung zu streiten. Schließt euch zusammen, werdet laut und sorgt dafür, dass an euren Interessen kein Weg vorbei führt!", ergänzt Marlene Behrenbeck, Beisitzerin im Landesvorstand.

#notmyHochschulgesetz

#freieBildungfüralle