Falken begrüßen Nichtteilnahme an Sammelabschiebung

An der kommenden Sammelabschiebung nach Afghanistan beteiligt sich das Land NRW nicht. Die Falken in Nordrhein-Westfalen begrüßen diesen Schritt und fordern einen gesamten Stopp der Abschiebungen.

Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in das Kriegs-Land. „Wer dennoch reist, muss sich der Gefährdung durch terroristisch oder kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein.“, lautet die Warnung auf der Website des Amtes. „Der Aufenthalt in weiten Teilen des Landes bleibt gefährlich.“ Und auch die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung Bärbel Kofler lehnt Abschiebungen in die Region ab: "Die Sicherheitslage in Afghanistan mag von Region zu Region unterschiedlich sein, gut ist sie aber nirgendwo."

„Von einem sicheren Herkunftsland kann also bei weitem nicht die Rede sein.“, stellt Paul M. Erzkamp, Landesvorsitzender der SJD – Die Falken in NRW fest. „Daher ist es richtig, dass das Land NRW bei der kommenden Sammelabschiebung nicht mitmacht.“, stellt Erzkamp klar. "Die aktuelle Lage zeigt aber auch, dass die Abschiebung nach Afghanistan grundsätzlich nicht in Ordnung ist.", stellt Karina Kohn, stellvertretende Vorsitzende fest. "Wir Falken fordern daher ein grundsätzliches Ende der Abschiebung in das Kriegsgebiet.", so Erzkamp und Kohn abschließend.

Die Falken in NRW arbeiten an vielen Orten mit und für Geflüchtete. Dabei unterscheiden sie nicht, aus welchen Ländern sie kommen, sondern leisten unbürokratisch Hilfe wie zum Beispiel in Sprachkursen, Kinder- und Jugendgruppen, Sport- und Kreativangeboten und Help- und Meetings-Cafés. Getreu den Mottos „Kein Mensch ist illegal!“ und „Refugees Welcome!“