Laschet oder Söder? Schulboykott und Klimastreik!

Falken NRW äußern sich zu aktuellen Fragen

 

Eine der schlimmsten Auswirkungen des Corona-Virus ist, dass noch viel mehr Deutsche als sonst ihre Regierung plötzlich richtig gut finden. Da setzen sich Politiker*innen doch aktuell tatsächlich dafür ein, dass ihnen nicht all zu viele Bürger*innen in den nächsten Wochen wegsterben - ist das schon Sozialismus?

 

"Tatsächlich sind Schulöffnungen und -schließungen nur zwei Wege zum gleichen falschen Ziel: Erziehungsberechtigte sollen weiterhin als Arbeitskräfte zur Verfügung stehen und junge Menschen für den Arbeitsmarkt ausgebildet und selektiert werden. Deshalb dürfen sie einerseits nicht zu lange zu Hause bleiben und andererseits nicht massenhaft draufgehen. Zwischen diesen beiden Positionen spielt sich gerade die ganze Debatte ab. Das reicht uns nicht!", erklärt Sebastian Kumara Feist, Landesvorsitzender der Falken NRW.

 

Wer als Arbeitskraft unbrauchbar oder verzichtbar ist, dessen Überleben wird in Talkshows ganz offen als vernachlässigbar bezeichnet: Geflüchtete auf Lesbos, Bewohner*innen von Altenheimen, Behinderte und chronisch Kranke. Es zeigt sich ganz deutlich, dass die Gesundheit von Menschen nur soweit gefördert wird, wie sie kapitalistisch ausgebeutet werden können.

 

Frederike Hermansen, stellvertretende Landesvorsitzende, kritisiert: "Das politische Spektrum hat sich scheinbar auf CDU und CSU reduziert. Aber Klimaschutz und Kapitalismuskritik sind keine Luxusthemen, die man sich außerhalb von Krisen mal gönnen kann, sondern Voraussetzungen für ein gutes Leben für alle - und die rassistischen Parolen der AfD waren 2015 schon genau so falsch wie heute!"

 

Die Falken freuen sich deshalb unheimlich, dass sich junge Menschen mit den Initiativen Schulboykott und Klimastreik auch in NRW Aufmerksamkeit für ihre Forderungen verschaffen.

 

"Wir rufen dazu auf, sich nicht ins Private zurückzuziehen und die politischen Auseinandersetzungen den Politiker*innen zu überlassen. Beteiligt euch an den Aktionen, digital und im real life, damit auch in der Krise deutlich bleibt: Eine andere Welt ist möglich!", schließt Marlene Behrenbeck, Beisitzerin im Landesvorstand NRW.

 

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